
... Prosa, deren Skurrilität und schnelle Schnitte an Filme wie 'Short Cuts' oder 'Pulp Fiction' erinnert. Hamburger Abendblatt
Zwölf Storys: Genau ein Dutzend Mal der Blick auf die Bruchstellen
unserer Alltagswirklichkeit. Wenn Nils Mohl ansetzt, ist es, als
schlüge die Zeit Kapriolen, als säße man mit seinen Vorstadt-Helden
in der Küche und warte darauf, dass die Welt Feuer fängt, oder als
läge man auf einer Wiese am See und höre beim Blick in die Wolken
plötzlich Musik im Kopf. Immer wieder stoßen seine Figuren an die
Grenzen der Realität und ihrer Beziehungsfähigkeit. Doch der Autor
begibt sich nicht auf die Suche nach Ursachen, er beobachtet –
und das in einer Sprache, die sinnlich ist, lakonisch und präzise.
Storys wie Filme von Michelangelo Antonioni.